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02.07.2018

„Manchmal ist es federleicht“

Begrüßt wurde Christine Westermann (re.) von der 2. Vorsitzenden des probiblio e.V. Petra Brandl-Kirsch

Begrüßt wurde Christine Westermann (re.) von der 2. Vorsitzenden des probiblio e.V. Petra Brandl-Kirsch

Christine Westermann las für den Förderverein probiblio e.V.

(msp) Abschied? Nein, dieses Wort im Buchtitel wollte der Verlag nicht. So wurde daraus „Manchmal ist es federleicht“. Das Buch behandelt in kleinen Episoden Christine Westermanns Abschiede. Von allem; einem gewohnten Leben, Menschen oder auch von Vorsätzen. Auch der Abschied von „Zimmer frei“, der Sendung, die 20 Jahre im WDR lief, wird thematisiert.

Christine Westermann wurde von dem Team des probiblio e.V. eingeladen. Ihr Buch, welches im letzten Herbst erschien, stellte sie in 90 Minuten vor. „Nicht ganz federleicht“, so beschrieb sie ihr erstes gelesenes Kapitel. Hier geht es um ihren Vater. Ein Foto hilft ihr, sich zu erinnern. „Mattes Schwarz – verblichenes Weiß, der Vater im Lesesessel“.

Der zweite Teil behandelt ihren Umgang mit Alltagsdingen. Dem Herd im Urlaub oder der Packung Tabs. „Ich kokettiere nicht“, behauptet die 69jährige ernsthaft wegen ihrer Ungeschicktheit, als sie scherzhaft von der Möglichkeit sprach, Testerin für die Verpackungsindustrie zu werden.

Ehrlich, charmant und wortwitzig zeigte sich Christine Westermann an diesem Abend. Auch der Abschied vom Leben darf in dem Buch nicht fehlen. „Es ist in keinem Fall ein Ratgeber, wie man mit Schmerzen umgeht.“ Vor den 250 Gästen erzählte sie dann die Geschichte von Anne. Anne starb an Krebs und war beim letzten Weihnachten nicht mehr dabei.

„Zimmer frei“, eine große berufliche „Station“, war ausschlaggebend, dieses Buch zu schreiben. Natürlich wird auch darüber berichtet. Von Tränen und unterdrückten Tränen. Letztlich schloss Christine Westermann ihre Lesung mit den tröstenden Worten: Wenn etwas aufhört, ist es noch nicht zu Ende.