• Wahn
  • Zündorf
  • Langel
  • Libur
  • Lülsdorf
  • Ranzel
  • Niederkassel
  • Uckendorf
  • Stockem
  • Rheidt
  • Mondorf

06.03.2018

„Dackel trifft Haydn“ 

Interessiert lauschten die Schüler dem Waldhornspiel der Radiosinfoniker 

Interessiert lauschten die Schüler dem Waldhornspiel der Radiosinfoniker 

Klassik im Klassenzimmer

Von Dieter Hombach

Vier Musiker des WDR-Radiosinfonieorchesters besuchten am vergangenen Montag die Schüler der vierten Klassen der katholischen Grundschule Niederkassel. Marlene Pschorr, Kathy Putnam, Jochen Pölter und Ludwig Rast wurden von Schulleiterin Gabriele Sperling und Klassenlehrerin Katrin Becker, die das Zusammentreffen organisiert hatte, im Medienraum der Schule begrüßt. Dem Treffen vorangegangen war eine Bewerbung der Schule beim WDR in Köln. Nach der Zusage der Musiker bereiteten sich Schüler und Lehrer im Unterricht auf den Besuch vor. „Dackel trifft Haydn“ war nicht nur das Thema der Stunde, sondern der WDR-Dackel führte auch per Whiteboard informativ und altersgerecht durch das musikalische Leben des Komponisten Joseph Haydn. Zusammen mit dem Symphoniequartett des WDR begaben sich die Schüler auf die Spurensuche. „Auf was für einem Instrument spielen wir denn hier“, fragte Ludwig Rast die Schüler. Mit den Antworten Flügelhorn, Blashorn und Horn lagen sie dabei schon fast richtig, denn das Blasinstrument war ein Waldhorn. Ludwig Rast demonstrierte den Schülern dann, dass man auch auf dem Horn einer Ziege vortrefflich musizieren kann. Beim Waldhorn, so erfuhren die Viertklässler, gab es zu Haydns Zeiten noch keine Tasten, sodass die verschiedenen Töne dem Waldhorn mit der Hand entlockt werden mussten. Gemeinsam sangen die Schüler dann die deutsche Nationalhymne, das wohl bekannteste Werk von Joseph Haydn. Die Melodie zur deutschen Nationalhymne schrieb er, wenn auch unter anderen Vorzeichen, damals für Kaiser Franz I. aus Österreich. Den Schülern hatte die musikalische Unterrichtsstunde offensichtlich genau so gut gefallen, wie den Musikern. Gut 100 Schulen haben die Mitglieder des Radiosinfonieorchesters, meist Quartettweise, bereits besucht und sind dabei immer auf eine positive Resonanz gestoßen.