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05.03.2018

Wasser marsch in Pundo

Besonders für die Kinder ist die Entnahme von Wasser aus der Leitung was Besonderes

Besonders für die Kinder ist die Entnahme von Wasser aus der Leitung was Besonderes

Jubel der Bevölkerung kennt keine Grenzen

(Li) Nach dem rheinischen Motto "Dat Wasser vun Kölle es jot" freuen sich seit dem 10. Februar 2018 auch die Menschen im Bergdorf Pundo (Hochland von Kenia) und die Mitglieder der Initiative "Ein Herz für Pundo", dass sie nun auch sagen können "Dat Wasser vun Pundo es jot".

Seit nunmehr sieben Jahren planen die Mitglieder der Initiative, ihr Ziel - frisches gesundes Wasser für jeden Menschen in Pundo - zu verwirklichen. Fehlschläge, Investitionen, Untersuchungen und Überprüfungen (seitens Misereor Aachen) hatten schließlich Erfolg.      

Im Herbst 2017 hat die Initiative noch einmal um Spenden gebeten, um den Weihnachtswunsch "Ein Glas frisches Wasser für die Menschen in Pundo" zu verwirklichen. Viele Freunde und Förderer hatten ein offenes Ohr  und haben der Initiative erfolgreich helfen können.

Dank der 50:50 Partnerschaft wurde von der Bevölkerung in Pundo Verantwortung übernommen, die dann gebuddelt, gegraben, gewerkelt, geplant und diskutiert haben. Aber ohne die finanzielle Unterstützung aus Deutschland hätte das Bergdorf nie einem Wasserhahn aufdrehen können. 

Ero uro kamano ahinya - das heißt "Euch allen danken wir sehr".

Ein in Pundo bestehendes Wasser-Committee entschied sich gegen die bis zu 180m tiefe Brunnenbohrung, die leicht versandet und verstopft sowie eine kostenintensive Wartung benötigt, sondern zog stattdessen ein Wasserleitungssystem, einem Aquädukt vergleichbar, vor. Ein wesentlicher Aspekt der Überlegung war auch, mit den Spendengeldern sparsam umzugehen. Bau, Verlegung und Wartung dieser Variante ist nach Auskunft der Verantwortlichen um ein Vielfaches günstiger.

Aus der nächsten Ortschaft, die einen Brunnen besitzt, wurde eine Wasserleitung um den Berg geführt, die nun am Gesundheitszentrum für alle Menschen in Pundo frisches Wasser liefert. Personen, die nicht in Pundo leben, zahlen dafür einen geringfügigen Betrag. Mit dem anfallende Reparaturen finanziert werden sollen.

Einer der ersten Azubis, der letzten Jahr seine Ausbildung zum Klempner abgeschlossen hat, wird die Wasserstation warten. Er war auch an der Planung beteiligt und ist Mitglied des Wasser-Committees.

An dieser Stelle möchte sich die Initiative "Ein Herz für Pundo" bei den zahlreichen Spendern und Gönnern bedanken, die es ermöglicht haben, dass die Menschen in Pundo nun die Möglichkeit haben, frisches Wasser, was in Deutschland selbstverständlich ist, aus dem Wasserhahn zu entnehmen. Vielen, vielen Dank.