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10.04.2018

Square Dance Club "Rhine Stone 666“ lud zum „TRIPLE SIX HIGHLIGHT“

Schwungvolle Tänze und farbenprächtiges Outfit gehören zum Square Dance  

Schwungvolle Tänze und farbenprächtiges Outfit gehören zum Square Dance  

Reise um die Welt

Von Dieter Hombach

Melodiöse Kommandos der Caller Tommy Schneeberge und Torsten Singer drangen aus der Aula des Kopernikus Gymnasiums in Lülsdorf-Ranzel am Samstagnachmittag bis auf den Pausenhof. In der Aula selbst beherrschten bunte Blusen und fliegende Petticoats bei den Damen sowie bestickte Westernhemden mit langen Ärmeln und Gürtel mit dekorativen Schnallen bei den Herren, das Bild. Dies waren die optischen Merkmale für die Veranstaltung des Square Dance Club „Rhine Stone 666“.

In der Aula selbst versuchten die Tänzer den Worten des Callers Folge zu leisten. Hinter jeder Ansage, ob gesprochen oder gesungen, „versteckt“ sich eine besondere Anweisung an die Tänzer. So werden sie durch den Sprechgesang zu bestimmten Figuren und Formationen im Square immer wieder zusammenführt. Das klappt nicht immer, denn jeder Caller hat seinen eigenen Führungsstil und fordert die Tänzer zu immer neuen Figuren auf, was manchmal zu Verwirrungen führt. Square Dance wird in Gruppen zu je vier Paaren getanzt, die zu Beginn auf den vier Seiten eines Quadrats stehen. Die Calls sind weltweit normiert – so kann ein Tänzer aus Deutschland jederzeit ohne Schwierigkeiten zusammen mit Tänzern aus anderen Ländern tanzen. Zum diesjährigen „TRIPLE SIX HIGHLIGHT“ konnten die Gastgeber 195 Tänzer aus 35 Vereinen, die aus Deutschland und den Niederlanden gekommen waren, begrüßen. Um das begrenzte Platzangebot in der Aula richtig nutzen zu können, war eine Voranmeldung erforderlich. „Wir möchten, dass alle einen Platz zum Tanzen haben, daher gibt es bei uns keine Tageskasse,“ so Pressewartin Maria Heinz. Neben der traditionellen Square Dance Kleidung fallen die vielen Ansteckschildchen der Tänzer auf. Diese sogenannten dangles oder shinglessind kleine Anhänger, die am Klubabzeichen befestigt werden und dort herunterbaumeln. Die Abzeichen, die fast jeder Tänzer in unterschiedlicher Anzahl stolz trägt, belegen die Teilnahme an den verschiedenen Klubaktivitäten. Das Alter der Tänzer ist recht unterschiedlich, dafür sind aber die Beweggründe für das Hobby Square Dance bei vielen gleich. So gab ein Großteil der Teilnehmer an, das man beim Tanz immer nette Leute treffe, es keine Wettkämpfe gäbe und die Geselligkeit gepflegt werde. So sehen es auch Gusti Melzer und Ralf Leonhard, die im September ihre Liebe zum Square Dance auf der Ranzeler Kirmes entdeckten. Dort hatten sich die „Rhine Stone 666“ einem breiten Publikum präsentiert und für ihren Sport geworben. Von September 2017 bis zum März 2018 hatte das Paar fleißig einmal wöchentlich in der Class die 67 Tanzfiguren geübt und wurden als graduierte Tänzer in den Verein aufgenommen. Auch in diesem Jahr war es wieder ein rauschendes Fest mit den beiden gut aufgelegten Callern Tommy Schneeberge und Torsten Singer, die die Aula zum Beben brachten. Da es beim Square Dance keine Wettbewerbe gibt und man meist „aus Spaß an der Freude und der Bewegung" tanzt, herrscht bei den Veranstaltungen immer eine gemütliche und familiere Atmosphäre. Die Niederkasseler Square Dancer sind nicht nur für ihr „Triple Six Highlight“ in der Szene bekannt, sondern auch für die gute Verpflegung ihrer Gäste und der eigenen Mitglieder. Dazu gab es ein reichhaltiges Kuchen- und Abendbuffet und natürlich auch flüssige Nahrung. Nachdem das große Kuchenbuffet am Nachmittag „verputzt“ wurde, blieb auch vom Abendbuffet nicht mehr viel übrig. Dann öffnete sich der Vorhang für das mit Spannung erwartete „Triple Six Highlight “, das erstmals 1995 unter dem Motto „Starlight Express“ veranstaltet wurde. Viele weitere Highlights, wie „Lukas, der Lokomotivführer“, „Elvis“, „Bonanza“, „Tarzan“ und „Harry Potter“ folgten. In diesem Jahr war das Motto, das immer bis zum Schluss geheim gehalten wird, „Tour de Squaredance“. Hierbei nahmen fast alle Klubmitglieder teil, denn es ging in jeweils landetypischen Trachten um die Welt. So waren Bollywood, China, Nord, - Süd und Mittelamerika, Afrika und Europa getanzte und gesungene Stationen der Welttour. Nach der Vorstellung brandete großer Jubel für die Darsteller und die Organisatorin Rosi Wittko auf. Erst bei der Afterparty, die immer den Abschluss der Veranstaltung bildet, gönnten sich die Tänzer das eine oder andere Bierchen, denn Alkohol, vor oder während der Veranstaltung, wird nicht gerne gesehen. Die Gäste hatten auch in diesem Jahr wieder viel Spaß und bedankten sich bei ihren Gastgebern mit dem Versprechen, auch im nächsten Jahr wieder beim „Triple Six Highlight“ dabei zu sein.