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31.07.2019

Pfadfinder und Stadtverwaltung gemeinsam für den Artenschutz

Pfadfinder vom Stamm Wikinger und Herr Rimkus  (Mitarbeiter des Umweltamtes) nach getaner Arbeit

Pfadfinder vom Stamm Wikinger und Herr Rimkus (Mitarbeiter des Umweltamtes) nach getaner Arbeit

Artenvielfalt am Rheinufer zu stärken

(Thü) - Um die Artenvielfalt am Rheinufer zu stärken, wurde am vergangenen Sonntag, den 14.07.2019, auf dem Hochwasserschutzdeich zwischen Niederkassel und Rheidt eine gemeinsame Klima- und Artenschutz-Aktion vom Umweltamt der Stadt Niederkassel und dem Pfadfinderstamm Wikinger aus Rheidt durchgeführt. Um dieser Artenvielfalt Raum zu geben, ist es teilweise unerlässlich bestimmte Pflanzenarten zu entfernen, die sich ansonsten flächendeckend ausbreiten würden. Ziel dieser Aktion war, dass sich stark ausbreitende Jakobs-Kreuzkraut auf der gesamten Deichlinie zu entfernen. Hierdurch wird das Kraut nicht nur am Aussähen gehindert, die verbleibenden Pflanzen werden auch so stark geschwächt, dass eine Ausbreitung der Pflanze reduziert wird. Während der Arbeit wurde notwendige Schutzausrüstung getragen. Das Jakobs-Kreuzkraut wurde in Plastiksäcken gesammelt und  fachgerecht entsorgt. Durch das händische Entfernen des Jakobs-Kreuzkrauts kann die zusätzliche Mahd, welche zum Verhindern eines weiteren Ausbreitens nötig ist, ausgesetzt werden. Dies ermöglicht den anderen Wildkräutern zu blühen und sich zu vermehren. Den Insekten kommt diese Maßnahme zugute, da es hierdurch ein größeres Angebot an blühenden Wildkräutern gibt und der störungsfreie Zeitraum wesentlich länger ist. Des Weiteren bleibt die benötigte krautige Struktur erhalten, welche als Lebensraum für viele Insektenarten dient. Neben den Vorteilen für die Artenvielfalt ermöglicht das Entfernen des Jakobs-Kreuzkrautes auch wieder die Bewirtschaftung der Fläche mit Schafen. Dies ist klimaneutraler und auch für die Deicherhaltung wesentlich vorteilhafter. Bislang wurde jedoch noch kein Schäfer gefunden, welcher die Fläche übernimmt.  Um der Ausbreitung des Jakobs-Kreuzkrautes dauerhaft zu verhindern, muss die Aktion in den kommenden Jahren wiederholt werden. Bürgermeister Vehreschild bedankte sich ganz herzlich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Pfadfinderstamms Wikinger aus Rheidt für die rege Beteiligung und die geleistete Arbeit: „Es ist toll, wie sich die Pfadfinder für ihre Heimatstadt und den Erhalt von Klima und Artenschutz vor Ort engagieren!“.