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13.11.2017

KÜHNE NORDMÄNNER SIND RHEINISCHEN JECKEN WOHLGESONNEN. MONDORF ALAAF!

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Volleyballer aus Mondorf gewinnen in Hildesheim

Karnevalsauftakt? Weit gefehlt! Die Mondorfer Jecken konnten gestern am 11.11. dem Frohsinn nicht beiwohnen und waren stattdessen zu Gast beim MTV Hildesheim. Die Gastgeber, ebenfalls Aufsteiger in die 3. Volleyball Bundesliga, legten einen fulminanten Saisonstart hin, mussten jedoch zuletzt Federn lassen. So setzte sich auch an diesem Wochenende die Negativserie fort. In dem qualitativ wohl schlechtesten Spiel der Saison gewinnt Mondorf im Tie-Break und entführt so 2 Punkte aus dem fernen Norden.

Nicht dabei sein konnten Mittelbockmonster Nicolas Yombi da Mbabi, Zuspielgott Malte Krause, Coach Sven Vollmert, Co-Coach Jan Prinz, Co-Co-Coach Johannes Ludwig, langzeitverletzter Max Lake, Edelfan Tobi Krumm und Jan Gerits, der jetzt irgendwie woanders spielt. :-)

Mit leicht veränderter Aufstellung im Vergleich zum Heimspielsieg gegen den TSC Gievenbeck vergangener Woche, startete der TUS in die Partie. So konnte sich Youngster Jakob Wächter nach Verletzungspause und Aufbauphase in die „starting-6“ zurück kämpfen. Insgesamt verlief der Satz recht verkrampft. Druckvolle Aufschläge und gute Block-Abwehr Arbeit der Gastgeber machte es den Mondorfer Mannen schwer ins Spiel zu kommen. Summiert mit vielen einfachen Fehlern konnte man nie mehr als 2 Punkte am Stück gewinnen. Bereits Ende des Satzes bekamen Nico Wegner und Sebastian Voß auf Außen eine Schonungspause, war der Gewinn von diesem doch schon vermeintlich aussichtslos. Jan Rütz und Tobi Braun versuchten zu retten, was nicht mehr zu retten war. Verdient ging damit der Satz mit 17:25 an Hildesheim.

„Uns wird hier nichts geschenkt. Wir müssen aufwachen, ins Spiel kommen und vor allem die Annahme stabilisieren“, so Interims-Coach Tobi Braun in der Satzpause. Unverändert zum ersten Satz kam man nun deutlich besser ins Spiel, wenn auch anfangs immer einen kleinen Rückstand hinterher hechelnd. Mit der Einwechslung von Nico Schunke für den Aufschlag gelang die erste kleine Serie. Abwehr, Annahme, Fehlerquote, … nahezu alle Spielelement verbesserten sich in diesem Satz, sodass sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte. Es folgten Serien von Nico Wegner und Sebastian Vieten. Zugleich schlichen sich nun auch bei den Hildesheimern ein paar Fehler ein, sodass der Satz am Ende mit 25:18 an Mondorf ging. Satzausgleich.

Das ging vermeidlich einfach, hatte man den Gegner noch zuvor relativ gut im Griff, kamen die Probleme im dritten Satz zurück. Hildesheim startete direkt mit zwei 4-Punkt Serien. Beim Stand von 2:8 erhielt Kapitän Kris Willwacher durch die Einwechslung von Benjamin Rink Entlastung, gleichzeitig kam Jan Rütz erneut für Nico Wegner. All dies konnte die Hildesheimer nicht aufhalten, denen nun alles glückte. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Satz zu einem Desaster: 4:14, 9:20. Erst als Benjamin Rink mit einer fulminanten 6-er Aufschlagsserie bei 5 Service-Winnern alles oder nichts ging. In Folge zweifelte Hildesheim, Mondorf hatte nichts mehr zu verlieren. Nach zwischenzeitlichem 18:21 ging der Satz am Ende doch mit 19:25 an die Gastgeber. Ehrlich: alles andere wäre in diesem Spielverlauf auch unverdient gewesen. :-)

Klar war nun, wollten die TUS Männer was zählbares mit nach Hause nehmen, so musste man sich nun reinknien, arbeiten und alles geben. „Lasst uns einen unverdienten Punkt holen“ so Sebastian Vieten beim Satzwechsel. Und so kam es auch. Nun konnte sich keines der beiden kon­tra­hie­renden Teams mehr entscheidend absetzen. Noch immer konnte man hier keinen hochklassigen Volleyballsport erkennen, nun war aber Emotion und Spannung im Spiel. Nach erneuten zahlreichen Wechseln, Auszeiten und inzwischen tosendem Publikum ging der Satz mit 25:23 an Mondorf - ein echter Arbeitssieg.

Tie-Break! Inzwischen hatte sich klar abgezeichnet, nur auf einer Seite können Sätze gewonnen werden. Auf der anderen Seite stand die Sonne tief (nein, es war inzwischen bald 22 Uhr und es gab lange keine Sonne mehr), der Gegenwind zog stramm und die Vögel flogen tief. Umso verwunderlicher die Wahl des Hildesheimer Kapitäns auf der Verlierer Seite das Spiel zu beenden. Aber eins nach dem anderem. Auch wenn der Tie-Break ja bekanntlich bei 15 Punkten endet, so war es dennoch der Satz im Spiel mit der längsten Satz-Spieldauer von 26 Minuten. Summiert auf beiden Seiten trugen die 5 Wechsel, 4 Auszeiten und 2 gelben Karten sicher ihr übriges dazu bei. Man lief auch in diesem Satz bis zum Seitenwechsel bei 5:8 konsequent einem Rückstand hinterher. Auch nach dem Seitenwechsel lief es zunächst nicht besser. Doch das musste nicht so sein, führten doch zwei sehr unglückliche Entscheidungen des insgesamt mäßig gutem Schiedsgericht führ reichlich Verstimmung. Sebastian Voß kassiert gelb und Nico Wegner hätte wohl noch mehr als das verdient. :-) „Den nächsten Ball der rüber kommt fange ich und rolle ihn unterm Netz durch. Und danach gewinnen wir das verdammte Spiel“ - Zitat Ilja Wiederschein, welcher ebenfalls reichlich verstimmt wirkte. Zum Glück konnte dies Tobias Braun durch eine Auszeit, kluge und mäßigende Worte unterbinden. Es folgte eine deutliche Trotzreaktion. Getreu nach dem Motto „hinten kackt die Ente“, kämpften sich die Mondorfer vorbei und gingen mit 14:13 das erste Mal in Führung. Es brauchte dann jedoch 3 Versuche um den Matchball zum 18:16 zu verwandeln.

Damit nimmt der TUS Mondorf sogar 2 Punkte mit und ist sich gleichzeitig im Klaren, dass diese Leistung kaum ausreichend sein wird um weiterhin in der Liga gut mitspielen zu können. Manchmal muss man aber eben auch mal dreckig punkten können - egal wie, Gewinnen macht immer mehr Spass.

Bereits kommendes Wochenende haben wir die nächste Partie. Heimspiel! Samstag 16 Uhr empfangen wir in der heimischen Hardtberghölle zu Bonn Bremen 1860, ein weiterer Aufsteiger, welche zuletzt mit einem überraschenden 3:0 Erfolg gegen den TSC Gievenbeck glänzen konnten. Das wird sicher keine einfache Aufgabe, daher freuen wir uns wieder auf Eure tolle Unterstützung.

Die Netzartisten im Trikot des TUS Mondorf: Ilja Wiederschein, Tobi Braun, Ben Wedel, Benjamin Rink, Kris Willwacher, Sebastian Voß, Nico Wegner, Jan Rütz, Sebastian Vieten, Jakob Wächter, Nico Schunke