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14.09.2018

Jungaale im Mondorfer Hafen eingesetzt

Franka Anton, Manfred Theile, Olaf Anton und Klaus Schlee (von links nach rechst) kurz bevor die Aale ins Hafenwasser entlassen wurden

Franka Anton, Manfred Theile, Olaf Anton und Klaus Schlee (von links nach rechst) kurz bevor die Aale ins Hafenwasser entlassen wurden

Versuch die Population der Aale in unseren Gewässern zu erhöhen 

(Li) Am Donnerstag, den 13. September 2018 konnten durch eine großzügige finanzielle Spende 200 Jungaale in das Wasser des Mondorfer Hafens eingesetzt werden. Olaf Anton, Vereinsmitglied des Angelsportverein Mondorf, ermöglichte aus persönlicher Initiative heraus, den Einsatz dieser Fischart. "Man kann auch als einzelner Bürger einen Beitrag zum Erhalt einer typischen Fischart leisten", so Anton.

Gegen 10:30 Uhr stellte sich Olaf Anton mit Ehefrau Franka sowie die in einem mit Wasser gefüllten Beutel befindlichen Jungaale am Hafengelände ein. Empfangen wurden sie von Klaus Schlee (2. Vorsitzender) und Manfred Theile (Gewässerwart) des ASV Mondorf.  Der Besatz der Jungaale wurde zuvor vom ASV Mondorf mit den Experten des Rheinischen Fischereiverbandes sowie der oberen Fischereibehörde beim Regierungsbezirk in Köln vorbesprochen und genehmigt. Nach Akklimatisierung der Fische im Hafenwasser, wurden dieselben so peu a peu aus ihrem Transportgefäß entlassen. Ehefrau Franka bannte die nicht alltägliche Aktion auf Film.

Die Petrijünger bedankten sich bei den Spendern und auf diesem Weg auch bei der "Fischzucht Pilgram", die dem ASV Mondorf bei allen Besatzmaßnahmen stets beratend und unterstützend zur Seite steht. So kann der Verein in seinem Stammgewässer, dem Mondorfer Hafen, einen Beitrag für den Erhalt und die Zukunft einer wichtigen heimischen Fischart leisten.

Seit Jahren nimmt die Zahl der Aale in den deutschen Gewässern ständig ab. Das hat sicherlich vielfältige Gründe. Unter anderem werden vor Spanien, beim Wiederaufstieg in die Binnengewässer, die sogenannten "Glasaale" (Delikatesse) in Unmengen gefangen. In den Binnengewässer stellen dann Turbinen unzähliger kleiner Wasserkraftwerke und die Stauung selbst kleinster Flüsse tödliche und unüberwindbare Hindernisse dar. So ist der Aal als heimischer Fisch immer seltener geworden und zählt zu den gefährdeten Fischarten im Rhein und seinen Nebenflüssen.