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14.01.2019

Jecke Kostümsitzung im Rheidt

Die Funky Marys reisten aus Köln an – das Publikum dankte es ihnen

Die Funky Marys reisten aus Köln an – das Publikum dankte es ihnen

Ein Programmpunkt jagte den nächsten

Fotografische Impressionen von Monika Spiess

(msp) Als der Sitzungspräsident Dietmar Amrein in den Saal Frohn einzog, bot sich ihm ein buntes Bild. Nicht nur Männer in Karnevalsuniformen standen auf, besonders die Damen hatten originelle Kostüme an. Eine Medusa gleich neben der bayerischen Maid, eine Minnie Mouse neben dem Steampunk. So wurden alle aufs herzlichste begrüßt und vorsorglich gebeten jeden Künstler auf der Bühne zu respektieren und still zu sein bei den Reden.

„Theo ist dran – im nächsten Jahr.“ folgte noch die Aufklärung, warum der jährliche Wechsel zwischen den zwei Sitzungspräsidenten diesmal nicht stattgefunden hat. Alles aus organisatorischen Gründen.

Dann folgte der Einzug des Reiter-Korps Jan van Werth, des Festkomitee Rheidter Karneval und des Dreigestirn mit Gefolge. Die Bühne war für dieses Aufgebot zu klein, dass einige durch den Bühneneingang raus müssten, während die letzten noch in den Saal einzogen. Roland Forst als Vorsitzender des FRK wusste dazu: „Manchmal ist eng auch schön.“

Nach dem Auftritt des Reiter-Korps Jan van Werth wurde die Bühne wieder luftiger und das Rheidter Dreigestirn wurde vorgestellt. Prinz Andreas, Jungfrau Stephanie und „das deftigste, was unsere Bühnen aushalten müssen“, so Roland Forst: Bauer HaJo. Prinz Andreas richtete ein kurzes Wort des Dankes an den prinzenstellenden Verein, den VVR, und lobte die Ehrenamtler. Bauer HaJo hingegen nahm sich Zeit und Raum, bis er seine Rede abschloss mit den Worten: „Ich rede mich fest, ich merke das – Tschüß.“ Für Jungfrau Stephanie gab es da nicht mehr viel zu sagen, nur „Danke für das tolle Bild in den Saal hinein – kommt alle rauf und sehr selbst.“

Die Jecken blieben dann doch auf ihren Plätzen und das Prinzenlied wurde vom Dreigestirn und dem Gefolge zum Besten gegeben.

Jetzt wurde es wieder voll auf der Bühne. Die Tanzgruppe Rhytmocada zog ein, mit ihnen gleich das Ranzeler Prinzenpaar Heike und Stefan. Heike erklärte, dass sie die Kostümsitzung sonst nur von hinten rechts kenne. Hier auf der Bühne zu stehen ist überwältigend. Da das Prinzenpaar schnell zum nächsten Termin musste blieb mehr Zeit für die Tänzerinnen. Rhytmocada ist deutscher Vizemeister im Showtanz.

Dann wurde es Zeit für das Gefolge, die Sonnenbrillen auszupacken: die Funky Marys strahlten auf der Bühne. Die Herren zeigten sich geblendet von so viel Schönheit. Und im Saal wurde es heiß und heißer.

„Wird der Abend netter – spricht man über das Wetter.“ Der Tuppes vom Land stand als Redner auf der Bühne. Zusammen mit seinem Publikum reimte er die schönsten Sätze. Vom Fisternöllchen und dem Knöllchen. „Hier wird die Wohnung geschont und im Biergarten gewohnt.“ Von der Stimmung im Saal überzeugt, verglich er seinen Auftritt im Gürzenich mit diesem Auftritt im Rheidter Gürzenich; mittlerweile eine Karnevalssauna.

Um eine Programmlücke zu überbrücken musste das Trifolium auf die Bühne. Ein Lied später standen dann die Klüngelköpp auf der Bühne. Die Stimmung war gigantisch, nichts hielt mehr das Publikum auf den Stühlen. Leider gab es keine Zugabe, da draußen schon die nächsten Künstler Schlange standen. De Höppebeenchen, Guido Cantz und auch Druckluft waren bereits vorgefahren. Zwei weitere Programmpunkte waren die KG Husaren Grün-Weiss und die Boore.

Das Programm war über fünf Stunden geplant und von den „Karnevalsfründe La(a)chjunge“ zusammengestellt.