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20.03.2019

Infoveranstaltung zur „Rheinspange 553“ auf dem Rhein

Informationen aus erster Hand gab es an den Themeninseln 

Informationen aus erster Hand gab es an den Themeninseln 

MS „Loreley“ pendelte zwischen Porz und Wesseling

Von Dieter Hombach

Regionalleiter Thomas Ganz,  Abteilungsleiter Willi Kolks und Projektleiter Rüdiger Däumer von Straßen. NRW, konnten am Samstag in Porz an Bord der MS „Loreley“ viele interessierte Besucher zur ersten öffentlichen Informationsveranstaltung "Rheinspange 553" begrüßen. Damit folgte man dem Konzept, in wichtigen Phasen des Prozesses an wechselnden Orten innerhalb des Planungsraums die Bürger bei diesen messerartigen Veranstaltungen an Themeninseln zu informieren und gleichzeitig mit den beauftragten Gutachtern und anderen Interessierten ins Gespräch zu bringen. Das Schiff pendelte zwischen Porz und Wesseling, um so viele Menschen aus den von der Querung  betroffenen Gebieten zu informieren. Aus Düsseldorf kam Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr des Landes NRW, der sich vor Ort informieren wollte. Anhand von Schautafeln an den sechs Themenständen machten sich die Bürger ein Bild vom derzeitigen Planungsstand und dessen weiterem Verlauf. Gleich zu Beginn der Veranstaltung musste Willi Kolks diejenigen enttäuschen, die als vermeintlich direkt Betroffene konkrete Aussagen erwartet hatten. „Es gibt noch keine Trasse, nur einen Planungsraum. Im September 2019 werden die Pläne von Straßen. NRW der Öffentlichkeit vorgestellt und die Anregungen der Bürger anschließend aufgenommen. Diese Hinweise fließen in unsere weiteren Planungen mit ein, sodass wir Ende 2020 die Linienbestimmung vorstellen können“, so Kolks. Staatssekretär Schulte sagte, dass die Brücke oder Querung aus mehreren Teilen für Auto, Rad- und Fußgänger sowie den Schienenverkehr konzipiert werden könne. Damit wäre man auch bei Reparaturarbeiten unabhängiger. Vor der großen Landkarte mit dem Planungsraum standen die Bürger und diskutierten über das Für und Wider einer Querung. Derzeit gehen die Niederkasseler Bürger von zwei Szenarien aus. Der Querung durch das Retentionsbecken zwischen Lülsdorf und Langel bzw. über den Standort der Evonik in Niederkassel. Eine Lülsdorfer Familie, die nicht genannt werden wollte, macht sich große Sorgen. „Wir sind aus Köln aufs ruhige Land gezogen. Wenn die Brücke kommt, befürchten wir Lärm, Dreck und Abgase schon während der Bauphase. Auch dürfte der optische Eindruck, wir wohnen am Wolfspfädchen, die Landschaft verschandeln“, so die besorgten Lülsdorfer. Auch die Niederkasseler Anwohner nahe der Evonik meldeten sich zu Wort und befürchteten eine Verschattung ihrer Häuser sowie Lärm und Dreck durch die Autobahn über ihren Köpfen. Diejenigen, die sich nicht als direkt Betroffene sahen, fanden die Querung allerding gut und notwendig. Sie wünschten sich aber eine Schienenanbindung sowie eine Autobahn mit Zu- und Abfahrt in den Stadtgrenzen. Auch wenn sich die Besucher beim  Infomarkt, mit seinen Themenständen und Experten, gut informiert fühlten, so überwog bei denjenigen, die am vermeintlichen Trassenverlauf wohnen, die Skepsis gegenüber der Rheinspange 553.