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13.03.2018

Infomobil von Straßen.NRW in Niederkassel

Viele Diskussionen wurden am Infomobil von Straßen.NRW geführt    

Viele Diskussionen wurden am Infomobil von Straßen.NRW geführt

Niederkasseler Bürger befürchten Nachteile durch Brückenbauwerk

Von Dieter Hombach

Eine frühzeitige Beteiligung der Bürger an der geplanten Rheinquerung haben die Planer vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) nicht nur angeboten, sondern mit dem Beteiligungskonzept Rheinspange 553 auch mit Daten und Fakten gefüllt. Da man hierbei auf den Dialog mit den Menschen vor Ort setzt, war es nur konsequent, auch dorthin zu gehen, wo die Bürger zu Hause sind. Am Freitag machte das Mobil von Straßen.NRW halt in Niederkassel. Hier, auf dem Rathausplatz, informierte man die Bürger mittels großer Straßenkarten über die geplante Rheinquerung. Ob dies nun als Brücke oder Tunnel, mit oder ohne Schienenanbindung geschehen soll, liegt noch im Dunkeln. Einzig der Raum, in dem die Querung stattfinden soll, steht in groben Zügen fest. Der geplante Korridor liegt zwischen Langel und Niederkassel – Mitte, in Höhe des Evonik Werks. Die betroffenen Anwohner aus Lülsdorf und Niederkassel kamen natürlich auch zum Infomobil und stellten konkrete Fragen. Die aber konnten die Planer nicht alle beantworten, denn noch gibt es keine Trassenplanung, auch wenn dies von der Bürger Initiative Niederkassel (BIN) bezweifelt wird. Hier ist man der Meinung, dass in Urfeld schon Markierungsarbeiten vorgenommen wurden, wie ein Mitglied der BI ausführte. Die Niederkasseler BI vertritt vor allem Personen, die am Ende der Rathausstraße/Waldstraße wohnen, denn sie alle befürchten ein Brückenbauwerk in unmittelbarer Nähe ihrer Häuser. Die Mitarbeit von Straßen.NRW versuchten aber die Diskussionen schnell wieder von der emotionalen Schiene, auf die technische Seite zu bringen. Rüdiger Däumer, Projektleiter Straßen.NRW, erklärte den Stand der Planungen. Wichtigster Punkt dabei sei es, eine Trasse zu finden, die den besten verkehrlichen Nutzen bietet und gleichzeitig die geringsten Auswirkungen für Mensch und Umwelt mit sich bringe. Auch die Frage, ob eine Rheinquerung überhaupt etwas bringe, wurde gestellt. Dies werde zurzeit in einem Verkehrsgutachten für den gesamten Köln-Bonner Raum, auch mittels Zählung, geprüft. Die Vorplanungen werden noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Nach der Verkehrsuntersuchung folgt die Umweltverträglichkeitsuntersuchung und erst dann kann man in den straßenplanerischen Variantenentwurf einsteigen. Interessierte Bürger haben auch die Möglichkeit, sich in einem Dialogforum aktiv an den Planungen zu beteiligen. Die meisten Bürgern hier und auch in Langel und Lülsdorf plädieren für eine Tunnellösung.