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02.08.2019

Elbe statt Rhein

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Porzer Ruderer auf großer Tour in Tschechien und Sachsen    

Eigentlich hatten die 16 Ruderer und Ruderinnen auf der Elbe schon gedacht, Sie müssten ihre Boote schieben, so niedrig war der Wasserstand vorhergesagt. Doch soweit kam es dann doch nicht. Acht Tage lang waren die Mitglieder des Clubs für Wassersport Porz mit vier Booten auf großer Sommertour. Elbeabwärts ging es von Melnik in Tschechien bis nach Meißen in Sachsen. Beeindruckend die wilde Natur an der Moldaumündung in die Elbe bei Melnik und die weiten abgemähten Felder, die das Bild bei Litomerice (Leitmeritz) in Nordböhmen prägten. Die kleine Bistums-Stadt, in der die Ruderer drei Nächte beherbergt waren, besticht durch einige liebevoll restaurierte Gebäude und kleine urtümliche Läden nahe der Innenstadt. Spannend wurde es aus der Flussperspektive an der deutsch-tschechischen Grenze, von wo aus sich das Elbsandsteingebirge kilometerweit hoch über den Ruderbooten erstreckte. Wegen der geringen Wassertiefe war der Schiffsverkehr eingestellt. Nur die Schaufelraddampfer hatten noch so gerade eine Hand breit Wasser unter dem Kiel. Es gab auch weit weniger Motorboote in Tschechien und Sachsen, als es die Ruderer vom Rhein gewöhnt sind. "Die Elbe ist sicherlich eine der schönsten Flusslandschaften, die wir bisher errudert haben", sagt Fahrtenleiter Norbert Kothe.  "Landschaftliche Höhepunkte wie die Sächsische Schweiz und historische Highlights wie Schloss Pillnitz, Dresden und Meißen haben einen imposanten Eindruck bei uns hinterlassen." So trieben die Boote bei geringer Strömung durch Dresden, vorbei an der Frauenkirche und der Semperoper. So gemütlich kann man den Kölner Dom zwischen all den Container- und Passagierschiffen mit dem Ruderboot nur selten passieren. Auch das Wetter spielte mit. Nur der starke Gegenwind zehrte hin und wieder an den Kräften, doch das kennen die Ruderer ja auch vom Rhein. Immer wieder wurden die Skulls senkrecht ins Wasser gestellt, um den Wasserstand zu prüfen. Alles im grünen Bereich. Insgesamt 186 Kilometer legten die 16 Porzer im Ruderboot zurück. Das große Gewitter kam erst in der letzten Nacht. Da waren die Boote aber bereits für die Rückfahrt auf dem Hänger verladen.