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11.05.2018

Der Zufall half nach

Ehepaar Pannier

Ehepaar Pannier

Gertrud und Peter Pannier feiern Diamantene Hochzeit

(msp) Verständigungsprobleme gab es auch vor über 60 Jahren schon. Welch‘ ein Glück für Gertrud und Peter Pannier.

Zum einen hatte sich Peter aus Oberhausen nicht gut abgestimmt mit seinem Freund in Rheidt  und stand alleine auf der Kirmes. Zum anderen war Gertrud die einzige, die mit ihm Hochdeutsch sprach. Zwei wunderbare Zufälle, die ein Paar zusammengeführt haben. Beide tanzten im Saal Lüches und waren sich sofort sympathisch.

An Pfingstsamstag 1958 wurde geheiratet und nach einigen Umzügen bauten sie sich ihr Haus in Lülsdorf. Vier Kinder machten die Familie komplett.

Heute sieht das anders aus. Die Familie ist gewachsen: Acht Enkel und zwei Urenkel gehören jetzt mit dazu. Und alle verstehen sich prächtig. Jedes Fest wird gefeiert und die alten Kinderzimmer zum Übernachten bezogen. Die Tochter wohnt in Lülsdorf, aber die Söhne hat es in die Welt hinaus gezogen. Einer wohnt in Krefeld, einer in Mendig und einen hat es nach Kalifornien verschlagen. Um den Kontakt zu pflegen wir telefoniert oder geskypt.

Eine ebenso liebgewonnene Tradition ist der sonntägliche Anruf bei Peters Bruder in Dessau. Familie hat einen hohen Stellenwert.

Als „Vereinstrottel“ bezeichnet sich Peter. Als es den Kleintierzuchtverein noch gab, war er mit dabei. Schalke ist ihr beider Verein. „Wir sind in einem knackigen Alter. Mal knackt es hier, mal knackt es da.“ bestätigt Peter. So ist aus dem Kegelclub ein geselliger Stammtisch geworden.

Das Leben wird beschaulicher, aber nicht weniger spannend. Kinder und Enkel sorgen für Abwechslung. Der Sandkasten steht im Garten und im Wintergarten die Bauklötze, neben dem Puppenwagen. Hier ist die ganze Familie willkommen.

Trotzdem bleibt immer noch Zeit für den Besuchsdienst, den Gertrud für die Kirche leistet. Morgens um 6.30 Uhr trifft man sie auch beim Walken; möglichst drei Mal die Woche. Auch die 730 Quadratmeter Garten möchten nicht vernachlässigt werden. Tomaten, Beeren, Kartoffel – alles findet seinen Platz neben dem Ziergarten. Nur die Hühner sind nicht mehr da.

Und weil ihre erste Begegnung so schön war und ihnen ein glückliches Leben beschert hat, gehen beide immer noch die Rheidter Kirmes besuchen.

Ihre Diamantene Hochzeit feiern sie an diesem Pfingstsamstag. Der Gottesdienst ist in der Kirche, wo alles begann: die Auferstehungskirche in Niederkassel.