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10.07.2019

Ausflug in die Vulkaneifel

Foto: SenU-Ndk

Foto: SenU-Ndk

Senioren-Union Niederkassel  unterwegs

(VHo) In der Vulkaneifel war die Senioren-Union Niederkassel mit 35 Teilnehmern zu einer Maare-Rundreise unterwegs.

Unter kompetenter Leitung von Natur- und Gästeführer Karl Weiler war das erste Ziel am Weinfelder Maar die Kirche ohne Dorf. Die 1044 erstmals erwähnte kleine Martins-Kapelle wurde nach Aufgabe des Ortes infolge der Pest (deshalb auch der Name „Totenmaar“) bewahrt. In ihr werden auch heute noch Gottesdienste abgehalten. Besuchern ist es sogar gestattet, die Glocke zu läuten. Der vor etwa 10.000 Jahren entstandene Maarsee ist etwa 500 m lang, 375 m breit und 51m tief. Die Heimatdichterin Clara Viebig hat dort den Ausdruck geprägt „Die Augen der Eifel“. Der weitere Weg führte bei Regen am Schalkenmehrener Maar zum Pulvermaar. Unterwegs erläuterte Karl Weiler die Entstehung und Arten der Maare. Die drei Vulkanformen sind Vulkan-Kegel, Maar und Caldera. In der Eifel gibt es 12 wassergefüllte Maare und viele Trockenmaare wie das Meerfelder Maar. In Strohn wurde neben kleinerer Flugbomben die 120 Tonnen schwere sog. Lava-Bombe besichtigt. Sie löste sich bei Sprengarbeiten im Steinbruch Wartgesberg und hat einen Durchmesser von etwa 5 m. Vorbei am Vulkan-Kegel Mosenberg wurde Manderscheid erreicht, wo die Gruppe im Restaurant Haidsmühle einkehrte.  Nach der Stärkung stand als weiterer Höhepunkt der Reise der Besuch der Niederburg in Manderscheid auf der Tagesordnung. „Burgvogt“ Joachim Schleimer erläuterte bei nunmehr blauem Himmel und Sonnenschein sehr fachkundig die Geschichte der Burgruine, die unterhalb der Oberburg steinwurfweit entfernt liegt. Nach feindlichen Fehden mit Kurfürst Erzbischof Albero von Trier auf der Oberburg wurde die Niederburg auf einem 60 m hohen Felsen von den Grafen von Manderscheid erbaut und wird erstmals 1173 urkundlich erwähnt. Sie war durch ihre Lage auf drei Seiten vor Angriffen geschützt. Beide Burgen sind durch den Fluss Lieser getrennt. Erster Bauteil war der Burgfried. Nach einer Bauzeit von ca. 300 Jahren lebten auf der Burg mit der Grafenfamilie, der Familie des Burgvogts, Bediensteten, Handwerkern und Wachpersonal etwa 75 Bewohner. Durch die Lage auf dem Felsen und die bis zu zwei Meter dicken Mauern wurde die Burg trotz vieler Angriffe im Mittelalter nie eingenommen. Dies änderte sich erst, als die Waffentechnik Beschuss über weite Entfernung ermöglichte. Sie wurde von den Franzosen unter Napoleon 1749 zerstört, aber durch den Eifelverein seit 1899 übernommen und wieder restauriert.

www.senu-ndk.de