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11.07.2018

4. Fest der Kulturen

Ein karnevalistischer Auftritt der KG Rut Wiess Ranzel überraschte die Besucher

Ein karnevalistischer Auftritt der KG Rut Wiess Ranzel überraschte die Besucher

Christlich-muslimische Flüchtlingshilfe stellt sich neu auf

Von Dieter Hombach

Angewohnte musikalische Klänge ertönten am Samstagmittag hinter dem Lülsdorfer Matthiashaus. Nicht kölsche Musik oder Schlager, sondern arabische Musik lockte die Besucher in den Garten neben der Pfarrkirche St. Jakobus. Es war der Auftakt zum 4. Fest der Kulturen, zu dem die christlich-muslimische Flüchtlingshilfe Niederkassel eingeladen hatte. Der Vorsitzende der Flüchtlingshilfe, Franz Schellenberger, freute sich, dass trotz Fußball und Schwimmbadwetter gut 300 Personen der Einladung gefolgt waren. Schellenberger begrüßte die Vizebürgermeisterin Beate Bayer-Helms, die den rund 140 ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihre bisher geleistete Arbeit im Namen der Stadt Niederkassel dankte und weitere Unterstützung zusagte. Die Besucher, die an Biertischgarnituren im Garten saßen, genossen das Fest und die Unterhaltung mit Menschen aus aller Welt. Derzeit sind in Niederkassel 409 Flüchtlinge aus 29 Nationen vorübergehend beheimatet. Auch wenn die Verständigung nicht immer einfach war, so unterhielt man sich doch angeregt. Größere Wortbeiträge übersetzte Helga Kakos auf Arabisch. Mitglieder der Jugend des Deutschen Roten Kreuzes, der Pfadfinder und der Messdiener sorgten als fleißige Helfer für einen reibungslosen Verlauf der Veranstaltung. Annemarie Tetzlaff von der Flüchtlingshilfe hatte sich auf Sponsorensuche begeben. „Ich war bei vielen Niederkasseler Geschäftsleuten „kötten“. Durch deren Unterstützung können wir dieses Fest ausrichten und auch Speisen und Getränke kostenlos ausgeben,“ sagte sie. Für die Kinder gab es vom Glücksrad mit kleinen Gewinnen über eine Hüpfburg bis hin zum Torwandschießen vielfältige Spielmöglichkeiten. Mit einem karnevalistischen Auftritt überraschten die Mariechen der Tanzgarde der KG Rut-Wiess Ranzel die Besucher und der Auftritt eines syrischen Saz –Instrumentalisten rundete das Unterhaltungsprogramm ab. In den nächsten Monaten will man sich seitens der Flüchtlingshilfe neu orientieren und die Zusammenarbeit mit der Stadt Niederkassel intensivieren. „Die Ausgangslage und unsere Aufgaben haben sich verändert. Viele Flüchtlinge haben eine Wohnung und brauchen jetzt Möbel und Einrichtungsgegenstände. Auch suchen viele von ihnen nun nach einer Arbeitsstelle,“ so Diakon Norbert Klein. Damit es bei der Arbeitssuche in Niederkassel noch besser klappt, kooperiert die christlich-muslimische Flüchtlingshilfe jetzt mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Diese will bei der Suche nach neuen Unternehmen helfen, die Migranten beschäftigen möchten. Es war ein informativer und unterhaltsamer Nachmittag mit Begegnungen und Gesprächen, bei dem man sich näher kennenlernen konnte. Das interreligiöse Abschlussgebet sprachen Diakon Norbert Klein, Pfarrer Christoph Eidmann und der Syrer Al Haj gemeinsam.